Unterwegs No.6 – Tarzan
Zu Ostern habe ich Karten für “Tarzan” geschenkt bekommen! Am Sonntag um 19:00 Uhr ging es los!
Ich laufe jeden Tag mindestens 2x an der Flora vorbei und wenn man das Gebäude so nach seinem Äußeren beurteilt ist es schon ein ganz schöner Trauerklops – vor Allem abends, wenn sich Altonaers Biervölkchen auf den Stufen versammelt. Umso erstaunter war ich dann, dass es im Inneren eigentlich doch alles recht nett gemacht ist. Vielleicht lag es auch daran, dass es Sonntag war und deshalb auch nicht so überfüllt war.
Wir hatten Karten im Parkett links, Reihe 20. Kann ich sehr empfehlen!
Ein Drittel der Show spielt sich über den Köpchen der Zuschauer ab und ich hatte das Gefühl kein Detail verpasst zu haben und auch der Blick auf die Bühne war erste Sahne!
Die Geschichte:
Nach einem Schiffbruch vor der Küste Afrika wird der kleine Tarzan an den Strand gespült. Nach einem Leoparden Agriff muss er als Waisenjunge aufwachsen. Doch hat das Gorilla-Weibchen Kala gerade ihr eigenes Junge verloren und zieht Tarzan, wie Ihren eigenen Sohn in der Gorilla-Sippe groß.
Einige Jahre trifft Tarzan das allererste Mal auf andere Menschen. Eine Expeditionstruppe durchkämmt den Urwald und ist auf der Suche nach neuen Tier- und Pflanzenarten und möchte unbedingt einen Gorilla mit nach Hause bringen.
Dabei begegnet er Jane – seiner großen Liebe. Der fiese Expeditionsführer Clayton macht den beiden allerdings einen Strich durch die Rechnung und lockt Tarzan, Jane und die anderen Gorillas in einen fiesen Hinterhalt, in dem Kerchak erschossen wird.
Tarzans Plan mit nach England zu reisen geht deshalb leider irgendwie nicht mehr auf, weil er nun Kerchaks Platz einnehmen muss. Zum Glück überlegt es sich auch Jane dann nochmal anders und fährt nicht allein zurück nach England – sie bleibt bei Tarzan im Urwald.
Nun aber zur Show:
Die Spielzeit vom damals gecasteten Tarzan war ja abgelaufen – deshalb spielt den neuen Tarzan nun Alexander Klaws … Deutschland sucht den Superstar? Ihr erinnert Euch? Ich hab mir ja schon ein paar Gedanken gemacht, wie diese kleine Hühnerbrust mit der piepsigen Stimme einen Tarzan spielen soll ?! Tarzan ist für mich ja doch eher männlich, groß, muskolös mit Dreads. Aber hej! Ich würde ja fast behaupten, dass der Alexander doch einiges dafür getan hat. Hätte ich es nicht vorher gewusst wäre es mir wohl auch nicht aufgefallen, wer hinter dem Hauptdarsteller steckt. Ich war wirklich positiv überrascht.
Die Show an sich ist wirklich schön gemacht.
Die Bühne hat mehrere beweglichen Elemente, viele unterschiedliche Kulissen und der Clou ist, dass sich die Affen in der Hälfte ihrer Spielzeit über den Köpfen der Zuschauer befinden. Die Show dauert insgesamt 3 Stunden – mit einer Pause von 15 Minuten, sie ist bunt, aufregend und ulterhaltsam.
Mein Fazit:
Ich war wirklich positiv überrascht. Nach “Känig der Löwen” hatte ich meine Messlatte wirklich hoch gesetzt und hätte nicht daran gedacht, dass mich “Tarzan” annähernd so faszinieren kann. Aber man kann sich ja täuschen (-: Bis Dezember habt ihr noch Zeit – dann wird “Tarzan” durch “Sister Act” abeglöst. Ich würde also sagen – Worauf wartet ihr noch? Es lohnt sich!
Unterwegs No.5 – Miniatur Wunderland
Die weltgrößte Modelleisenbahn gibt es im Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt zu bestaunen. Wenn ihr überlegt Euch die Anlage auch mal anzuschauen nehmt auf jeden Fall viel Zeit mit und reserviert schon vorher Eure Tickets. Es gibt viel zu sehen!
Wenn ihr nicht selbst mit Euren Kindern unterwegs seit wartet auf jeden Fall, bis die Kleinen schon im Bett liegen ansonsten ist es unglaublich wuselig und laut an den verschiedenen Anlagen.
Im Moment gibt es 7 große Abschnitte im Miniatur Wunderland: Hamburg, den Harz, die Schweiz, Amerika, die Alpen, Skandinavien und Knuffingen. Am Besten gefallen hat mir natürlich Hamburg – von der Schweiz war ich allerdings auch sehr begeistert. Auf der ganzen Anlagen gibt es einen simulierten Tagesablauf, so dass sich auch die Lichtverhältnisse alle 15 Minuten komplett anpassen. Über die Anlage düsen jede Menge Modellautos, es werden Rettungswagen zu verschiedenen Unfällen geschickt, es raucht und brennt und auch Rettungshubschrauber sind schon unterwegs zu einem verunglückten Käserad-Laster.
Die Umsetzung der einzelnen Details ist einfach großartig und der Besucher hat mit über 200 Knöpfen sogar die Möglichkeit ein bisschen auf der Anlage ‘mitzuspielen’. In der Schweiz kann man sich kleine Schokoladentafeln drucken lassen, in der HSH Nordbank Arena schießt man das nächste Tor oder man startet den nächsten Bergwerkszug.
Um so länger man die einzelnen Abschnitte betrachtet, um so mehr Details fallen einem auf, wie etwa die ‘Wildpinkler’, die Landung der Aliens, das Liebespaar am Strand oder die Bergung einer Wasserleiche. Auch der Blick in die verschiedenen Zimmer ist echt witzig.
Ach ja, Züge gibt es dort auch … (-:
Mein Fazit:
Absolut sehenswert! Wer noch nicht da war sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Ich werde auf jeden Fall nochmal hingehen, wenn der neue Flugahafenabschnitt fertig ist!
Unterwegs No.4 – Deichstraße und Rathaus
Wenn ich so an die bekanntesten Ecken in Hamburg denk komme ich wohl als erstes an den Hafen, die Hafen City, den Kiez oder an die Speicherstadt, vielleicht die Innenstadt – aber in der Deichstraße war ich vor Kurzem das allererste Mal.
Die Deichstraße ist das letzte erhaltene Stück des ‘alten’ Hamburgs und nur ein paar Schritte vom Rathausmarkt entfernt. Die restaurierten Häuser der Deichstraße stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und liegen direkt am Nikolaifleet.
Die kleinen muggeligen Restaurants auf den Pontons am Wasser sind echt verdammt gemütlich!
Mein Fazit:
Wer im Sommer mal in der Nähe der Speicherstadt oder des Rathausmarktes ist sollte auf jeden Fall mal einen kurzen Abstecher durch die historische Fussgängerpassage machen.
Unterwegs No.3 – Cap San Diego
Die Cap San Diego ist das weltgrößte fahrtüchtige Museumsschiff! Und nachdem wir schon einige dutzend Mal am Schiff vorbeigelaufen sind wollten wir es dann auch endlich mal von innen sehen.
(Also er wollte es eigentlich von innen sehen und sie musste dann mit!)
Das Schiff liegt an der Überseebrücke am Hafen und ist immer von 10 – 18 Uhr geöffnet. Mit 7 Eur Eintritt vielleicht nicht gerade das Schnäppchen unter der Museumsschiffen aber der Besuch hat sich wirklich gelohnt.
Ich bin eigentlich nicht der große Fan von Schiffen, deren Innenleben und das Ganze dann auch noch verpackt als schwimmendes Museum. Auf der Cap San Diego war es allerdings anders! Da das Schiff noch fahrtüchtig ist hat man nicht das Gefühl durch eine komplett ausdekorierte Ausstellung zu gehen.
Alle Nase lang laufen ölverschmierte Schiffsmechaniker (so nenn ich sie nun einfach mal …) an einem vorbei, einer streicht gerade das Außengeländer neu und der nächste isst eine Käseklappstulle in seiner Kabine.
Man hat die Möglichkeit sich an 20 unterschiedlichen Stationen auf dem Schiff alles ganz genau von einem Audio-Guide erklären zu lassen. Möchte man das nicht, kann man sich auch so frei auf dem Schiff bewegen und sich alles ganz genau anschauen. Genau aus dem Grund haben wir uns auch ca. 1 Stunde im Maschinenraum aufgehalten – um auch wirklich ALLES ganz genau anzuschauen :-)
In den Luken 4 und 5 gibt es eine Dauerausstellung – “Ein Koffer voller Hoffnung”. Hier geht es um die Zeit des Aufbruchs – die Auswanderung aus Europa nach Amerika von 1834 – 1920.
Mein Fazit:
Die typischen Hamburger Seebären, die auch zu den normalen Museums-Öffnungszeiten auf dem Schiff arbeiten machen den Rundgang zu einem total urigen Erlebnis. Ein Besuch der Cap San Diego ist keinesfalls ein öder Museumsbesuch.
Ich kann´s jedem nur empfehlen!
Reebok Women´s Run
Nach dem Halbmarathon wollte ich mich noch mit einem Fun-Lauf belohnen :-) Also habe ich mich für den Women´s Run von Reebok entschieden. Typisch für den Lauf sind die rosa Funktionsshirts, dieses Jahr mit der Aufschrift “Favoritin”. Zur Auswahl standen die 5 bzw. 8km.
Mit einer Freundin zusammen haben ich mich dann für den 8km-Lauf angemeldet. Schon vorher hatte ich gelesen, wieviel Spaß der Lauf doch bringen soll. Ich war also echt gespannt.
Gestern war es dann soweit. Bei 37°C wollte ich irgendwie nich mit der Bahn zum Stadtpark fahren. Also hab ich mich aufs Bike geschwungen und dachte ich wüsste, wo es langgeht. Ich dachte es halt …. Anstatt die die nicht so schöne Straßenstrecke zu fahren wollte ich es schön haben und hab versucht mich durch Eimsbüttel und Winterhude zu navigieren.
Irgendwie hat mich mein Orientierungssinn mal wieder verlassen und anstatt 7 km, war ich dann mal eben 15 km unterwegs und schön völlig fertig, als ich am Stadtpark ankam.
Ich war trotz allem pünktlich um 12:00 Uhr bei der Startnummerausgabe und hab die “448″ bekommen.
Dann haben wir erstmal das Women´s Village erkundet. Dort waren einige Sponsorenstände aufgebaut und es gab einen eigenen Beauty-Bereich. Von der Massage bis hin zur Maniküre wurde dort alles geboten! Die Zeit bis zum Start konnte man sich also super vertreiben. Perfekt war natürlich auch, dass das Women´s Village direkt ans Stadtpark-Bad grenzte. Also hab ich mich gleich mal in meinen Bikini geworfen und konnte vor dem Start noch ein paar Bahnen schwimmen – naja eher planschen :)
Zum Start um 17:30 Uhr waren wir dann zu dritt. Vorher gab´s noch ein kleines Warm-Up und dann ging es auch schon vom Modellboot-Becken los auf die Strecke. Ich glaub mir sind die 8 Kilometer noch nie so unwahrscheinlich lang vorgekommen – aber bei den Temperaturen auch kein Wunder (-:
Das Beste am Lauf? Die Stimmung war einfach putzig.
Es war einfach eine sehr nette Stimmung mit diesen ganzen aufgescheuchten Hühner, die im Stadtpark rumwuselten. Es ist wirklich etwas anderes bei einem Lauf mitzulaufen, wo es ausschließlich um den Spaß an der Sache geht. Ob klein, groß, dick oder dünn, Mutter und Tochter oder die Walking-Truppe. Alle waren gestern vertreten und hatten einfach Spaß am Laufen.
Ich fand´s super und bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!
Unterwegs No.2 – Sylt
Ohne Auto ist die Fahrt nach Sylt echt ein bissl kompliziert. Klar kann man mit der Bahn hinfahren, nur ist man dann auf der Insel kein Stück mobil und nur auf Westerland möchte man auch nicht bleiben.
Bei Syltcar gibt es aber echt ein nettes Angebot. 4 Personen reisen von Hamburg mit der NOB nach Sylt und bekommen dort für den gesamten Tag einen Mietwagen. Das Angebot haben wir am 29/05/2010 gleich mal genutzt. Die Fahrt von Hamburg nach Sylt dauert ca. 3 Stunden und direkt am Bahnhof ist auch schon der Service-Schalter von Syltcar, wo man die Autoschlüssel ausgehändigt bekommt. Im Parkhaus nebenan hat uns dann ein Fiat Panada erwartet. Von innen ziemlich dreckig, die Kupplung schon ordentlich durch und auch die Stoßdämpfer haben sich bei jedem Huckel auf der Straße gefreut. Aber wir wollten ja auch keine Luxus-Karosse – sondern nur von A nach B :-)
Wir sind erstmal ein bisschen auf Westerland geblieben und ich muss ehrlich sagen, dass ich mir da was anderes vorgestellt hatte. Die Strandpromenade ist wirklich schön. Aber die Geschäfte und Häuser in der Innenstadt waren so gar nicht mein Fall. Aber das ist ja auch alles Geschmackssache.
Wir sind dann mit dem Auto weiter nach Wenningstedt, Braderup, Kampen und dann nach List.
Am Besten hat es mir in List gefallen – wo man wirklich stundenlang am Strand einfach nur geradeaus spazieren konnte. Hier haben wir dann auch unsere erste Flaschenpost gefunden. Die kleine 4-jährige Mia hat ein Bild gemalt :)
Faszinierend ist auf Sylt ist wirklich die karke Landschaft. Es gibt kaum Bäume – dafür aber kilometerlange Heidelandschaft.
Mein Fazit:
Der Tag auf Sylt hat sich wirklich gelohnt! Beim nächsten Besuch spar ich mir aber besser den Rundgang in Westerland und erkunde noch ein bisschen den Süden von Sylt.
Unterwegs No.1 – Helgoland
Ich starte heute mal die neue “Unterwegs …”-Kategorie. Ich bin jetzt seit 2006 in Hamburg und hab glaub ich schon relativ viel gesehen, was die Stadt so zu bieten hat. Vielleicht is ja auch was für Euch oder den nächsten Besuch von Freunden und Familie dabei (-:
Heute starte ich mal mit dem Trip nach Helgoland!
Ich habe zu Weihnachten 2 Gutscheine für den Trip nach Helgoland geschenkt bekommen.
Die normalen Fahrpreise findet ihr hier!
Wenn ihr tolle Infos rund um Helgoland oder Euren Nordseeurlaub sucht schaut gerne mal bei Nordsee24 rein, hier werdet ihr bestimmt fündig!
Los ging die Fahrt dann am 27/05/2010 um 09:00 Uhr morgens von Landungsbrücke 3/4 mit dem Halunder Jet Richtung Helgoland. Erstmal sind wir recht gemütlich bis Wedel geschippert und anschließend dann mit Schubrakete Richtung Cuxhaven, wo wir dann schon um 11:30 Uhr angelegt haben. Mit 60 km/h waren wir dann auch schon um 12:45 auf Helgoland. Die Fahrt an sich war eigentlich recht gemütlich fand ich – allerdings sind wir auch nur mit halber Motorleistung gefahren. Ich glaube bei rauer See, mit voller Motorleistung ist die Fahrt nach Helgoland schon ein echtes Vergnügen (:
So, nun aber zu Helgoland. Helgoland ist Deutschlands weit entfernteste Insel. Sie liegt mitten in der Nordsee. Helgoland unterteilt sich in Ober-, Mittel- und Unterland und der kleinen abgespaltenen Düne (hier gibt es dann die Robbenbabys zu begutachten). Wir hatten leider (!!!) nur 1 Tag auf der Insel. Deshalb haben wir es leider nicht mehr auf die Düne geschafft.
Wir sind dann von der Landungsbrücke Richtung Oberland gestartet.
Im Unterland fand ich es jetzt nicht ganz so schön. Helgoland ist eine einzige Duty-Free-Zone, was heißt, dass es im Unterland quasi nur Parfum-, Zigaretten und Schmuck-Shops gibt.
Dafür ist die restliche Insel ein Traum! Überall gibt es diese kleinen Hummerbuden und eine traumhafte Natur. Am Meisten beeindruckt haben mich die Klippen, die teilweise bis zu 50 Meter zum Meer hinab gehen. Helgoland hat sogar einen kleinen Sandbadestrand – also vergesst die Badesachen nicht!
Auf einem kleinen Trampelpfad ging´s dann weiter zum bekanntesten Wahrzeichen Helgolands – der Langen Anna! Die lange Anna ist ein freistehender Felsen, von dem man eigentlich gar nicht wirklich viel sieht, weil auf ihm ca 1 Mio. Seevögel-Arten leben, brüten und Geräusche von sich geben. Das muss man mal gehört haben, was tausende Seevögel für einen Lärm veranstalten können (-:
Leider fuhr der Halunder Jet schon um 16:30 Uhr zurück nach Hamburg. Also ging es nach der langen Anna im Schweinskalopp über die restlichen Insel. Nach ´nem Fischbrötchen im Unterland war der Tag auf Helgoland auch schon vorbei – viel zu schnell!
Eigentlich hab ich mich gefragt, was wir 3,5 Stunden auf der kleinen Insel treiben sollen. Als wir auf dem Weg zurück waren haben wir uns echt geärgert, dass wir uns nicht einfach ein kleinen Häuschen gemietet haben und in Ruhe 2 Tage alles hätten anschauen können – ohne die Tages-Touristen. Naja, so haben wir auf jeden Fall nochmal einen Grund wiederzukommen.
Mein Fazit:
Helgoland ist ein echter Natur-Knüller: Keine Autos, kleine Cafés, die wunderschöne Natur mit Ihren Klippen, Wiesen, Schafen und Seevögel und diese unglaubliche Ruhe! Helgoland ist wirklich eine Reise wert – ich komme wieder!
Beim nächsten Mal nehme ich mir dann auch ein kleines Häuschen bei Nordsee24.de und bleibe über´s Wochenende :)
Mein 1.ter Halbmarathon
Jetzt ist es schon über 1 Woche her und ich bin noch nichtmal dazu gekommen von meinen ersten Halbmarathon-Erfahrungen zu berichten. Das muss ich nun ganz fix mal nachholen!
Ich habe ja doch schon ein bisschen trainiert und auf einmal war es Samstag früh – der Tag vor dem Start. Ich war schon einen Tag vorher echt nervös und die Befürchtung nicht genug trainiert zu haben wurden dann auch von Stunde zu Stunde größer. Also hab ich mich nochmal in meine Rennsemmel geschmissen und hab noch eine kurze Runde gedreht. Auch wenns nur 8 km waren – macht das nicht!!! Am Abend hatte ich so schwere Beine, dass ich schon fest davon überzeugt war: Sonntag früh brauche ich erst gar nicht antreten (-: Also – Keine gute Idee!!!
Sonntag früh war ich dann schon um 7 wach und saß eigentlich nur rum und hab gewartet, dass es später wird. Die Laufsachen hatte ich schon am Abend vorher rausgelegt, zuviel essen wollt ich auch nicht mehr. Ich dachte also, bevor ich vor Nervosität platze kann ich auch schonmal Richtung Kiez düsen. Die Idee hatten auch schon 500 andere Läufer, die sich dann mit mir in die Bahn gequetscht haben. Irgendwie sehr witzig die Gesprächthemen. Vom Wetter, den Kompressionssocken, bis hin zu Trinkgewohnheiten, Herzfrequenzen oder PowerRiegeln – alles war dabei :-) Ich war also nicht das einzige total Aufgeregte …..
Um halb 9 war ich dann auf dem Kiez. Und irgendwie verging die Zeit bis 10:00 dann wirklich verdammt schnell. Rein in die Laufschuhe, noch schnell Pulsuhr und iPhone verkabelt, ne gefühlte Stunde am Klo angestanden und dann habe ich mich auch schon in der Masse bei der angepeilten Zielzeit von “02:30″
eingereiht.
Erst ging es vom Kiez, vorbei am Altonaer Rathaus über den Fischmarkt an den Landungsbrücken vorbei. Die Runde wurde dann 2x gelaufen. Trotz der sommerlichen Temperaturen um die 26°C dachte ich nach den ersten 10 km wirklich ich könnte ewig weiterlaufen. In der Masse lief sich das wirklich großartig. Ich hatte soviel am Straßenrand zu guggn und einen 6er Schnitt war ich vorher auf die 10 km auch noch nicht gelaufen. Bei Kilometer 12 wurde es aber langsam leerer um mich herum (-: Ich hab mich also zum nächsten Wasserstand gerettet und wusste, dass bei Kilometer 15 jemand stehen würde und mich anfeuert. Irgendwie um Kilometer 14 war ich dann auch endlich an der Alster angekommen. Mann ich sag Euch, das ist vielleicht fies, wenn eine Schleife gelaufen wird, in der Euch die anderen schon entgegenkommen – allerdings schon mindestens 1.5 Kilometer mehr hinter sich haben. Aber was solls. Ich wollte es unbedingt schaffen!
Eigentlich bin ich dann immer nur noch gelaufen. Es wurde heißer, meine Beine schwerer und ich war fest davon überzeugt gleich Kilometer 18 vor mir zu sehen. Und was steht auf dem Schild? “Kilometer 17″. oh mann! Dann gings echt im Schneckentempo weiter bis Kilometer 20. Und da wusste ich dann – ich schaffe es! Yiha! Was ein tolles Gefühl! Alles andere war vergessen. Ich hab mich den restlichen Kilometer über Sambatrommeln, winkende Menschen und die Fotografen gefreut und dann war´s auch schon da: Das Ziel! Völlig fertig, nach 02:41 (netto dann 02:38) Stunden war ich endlich da.
Ich wollte es schaffen.
Und Letzte werden wollte ich auch nicht.
GESCHAFFT! Und ich hatte sogar Spaß dabei!
Nächstes Jahr würde ich dann aber doch gerne eeeeeeetwas schneller sein (-:






