Mein 1.ter Halbmarathon
Jetzt ist es schon über 1 Woche her und ich bin noch nichtmal dazu gekommen von meinen ersten Halbmarathon-Erfahrungen zu berichten. Das muss ich nun ganz fix mal nachholen!
Ich habe ja doch schon ein bisschen trainiert und auf einmal war es Samstag früh – der Tag vor dem Start. Ich war schon einen Tag vorher echt nervös und die Befürchtung nicht genug trainiert zu haben wurden dann auch von Stunde zu Stunde größer. Also hab ich mich nochmal in meine Rennsemmel geschmissen und hab noch eine kurze Runde gedreht. Auch wenns nur 8 km waren – macht das nicht!!! Am Abend hatte ich so schwere Beine, dass ich schon fest davon überzeugt war: Sonntag früh brauche ich erst gar nicht antreten (-: Also – Keine gute Idee!!!
Sonntag früh war ich dann schon um 7 wach und saß eigentlich nur rum und hab gewartet, dass es später wird. Die Laufsachen hatte ich schon am Abend vorher rausgelegt, zuviel essen wollt ich auch nicht mehr. Ich dachte also, bevor ich vor Nervosität platze kann ich auch schonmal Richtung Kiez düsen. Die Idee hatten auch schon 500 andere Läufer, die sich dann mit mir in die Bahn gequetscht haben. Irgendwie sehr witzig die Gesprächthemen. Vom Wetter, den Kompressionssocken, bis hin zu Trinkgewohnheiten, Herzfrequenzen oder PowerRiegeln – alles war dabei :-) Ich war also nicht das einzige total Aufgeregte …..
Um halb 9 war ich dann auf dem Kiez. Und irgendwie verging die Zeit bis 10:00 dann wirklich verdammt schnell. Rein in die Laufschuhe, noch schnell Pulsuhr und iPhone verkabelt, ne gefühlte Stunde am Klo angestanden und dann habe ich mich auch schon in der Masse bei der angepeilten Zielzeit von “02:30″
eingereiht.
Erst ging es vom Kiez, vorbei am Altonaer Rathaus über den Fischmarkt an den Landungsbrücken vorbei. Die Runde wurde dann 2x gelaufen. Trotz der sommerlichen Temperaturen um die 26°C dachte ich nach den ersten 10 km wirklich ich könnte ewig weiterlaufen. In der Masse lief sich das wirklich großartig. Ich hatte soviel am Straßenrand zu guggn und einen 6er Schnitt war ich vorher auf die 10 km auch noch nicht gelaufen. Bei Kilometer 12 wurde es aber langsam leerer um mich herum (-: Ich hab mich also zum nächsten Wasserstand gerettet und wusste, dass bei Kilometer 15 jemand stehen würde und mich anfeuert. Irgendwie um Kilometer 14 war ich dann auch endlich an der Alster angekommen. Mann ich sag Euch, das ist vielleicht fies, wenn eine Schleife gelaufen wird, in der Euch die anderen schon entgegenkommen – allerdings schon mindestens 1.5 Kilometer mehr hinter sich haben. Aber was solls. Ich wollte es unbedingt schaffen!
Eigentlich bin ich dann immer nur noch gelaufen. Es wurde heißer, meine Beine schwerer und ich war fest davon überzeugt gleich Kilometer 18 vor mir zu sehen. Und was steht auf dem Schild? “Kilometer 17″. oh mann! Dann gings echt im Schneckentempo weiter bis Kilometer 20. Und da wusste ich dann – ich schaffe es! Yiha! Was ein tolles Gefühl! Alles andere war vergessen. Ich hab mich den restlichen Kilometer über Sambatrommeln, winkende Menschen und die Fotografen gefreut und dann war´s auch schon da: Das Ziel! Völlig fertig, nach 02:41 (netto dann 02:38) Stunden war ich endlich da.
Ich wollte es schaffen.
Und Letzte werden wollte ich auch nicht.
GESCHAFFT! Und ich hatte sogar Spaß dabei!
Nächstes Jahr würde ich dann aber doch gerne eeeeeeetwas schneller sein (-:






