Fitnessstudios in Hamburg.
Montag, Mittwoch und Freitag bin ich beim Boxen. Dienstags geh ich jetzt zum EMS und normalerweise gehe ich am Donnerstag und Samstag Laufen.
Bleibt also der Sonntag um nochmal in ein Fitnessstudio zu gehen (-: Nein, Spaß! Also, auf lange Sicht werde ich das Training wohl irgendwie umstricken müssen, so dass ich dann 2x in der Woche ins Fitnessstudio gehen kann.
Eigentlich fand ich Fitnessstudios immer merkwürdig. Viele Menschen auf einem engen Raum, die dann auch noch auf Laufbändern laufen, obwohl sie die Natur vor der Haustür haben. Ganz alleine rennt man da auf der Stelle, die Klimaanlage rödelt vor sich hin und .. na ja die Vorstellung fand ich doch schon recht merkwürdig. Ich war schon im letzten Jahr mehrmals zu einem Probetraining in verschiedenen Studios, aber so recht begeistern konnte ich mich nicht dafür. Schwupps, war auch schon wieder Sommer und ich hab den Gedanken mich noch irgendwo anzumelden wieder verworfen.
Jetzt war es im Winter echt verdammt, verdammt kalt und ich war trotzdem immer tapfer draußen laufen. Aber irgendwie is es doch echt anstrengend sich vor jedem Lauf stundenlang einzupacken. Wenn mein Freund am Wochenende ins Fitnessstudio gegangen ist habe ich mir draußen echt einen abgefroren :-| Zum Weihnachten gab es dann vom Holmes Place eine 10-Tage-Probekarte und ich bin einfach mal mit zu einem Probetraining nach Bahrenfeld.
Holmes Place Bahrenfeld:
Preis: ca. 85 EUR
Mit dem 3er Bus und einem kurzen Fußweg ist das Fitnessstudio, was früher das Elixia war, eigentlich ganz gut zu erreichen. Die Trainer waren alle sehr sympatisch und auch das Studio machte auf den ersten Blick einen super Eindruck. Die Umkleidekabine war leider an einem Samstag Nachmittag gerappelt voll und so musste ich schon eine Weile nach einem freien Schrank suchen. Auf der Fläche habe ich als erstes die Cardio-Geräte angesteuert und auch hier leider das gleiche Bild: Total überfüllt und für ein Laufband musste ich sogar anstehen. Gut, davon geht die Welt nicht unter aber wenn ich zum Sport gehe mag ich eigentlich nicht erst auf ein Gerät warten müssen.
Aus der ersten Etage hat man einen super Blick auf die Schwimmbahn. Das Becken ist zwar recht klein – aber immerhin gibt es ein Becken, in dem man auch mal ein paar Bahnen ziehen könnte.
Das Ambiente im Holmes Pace ist eigentlich sehr angenehm, leider war es mir einfach viel zu überfüllt und auch der Weg von meinem derzeitigen Arbeitsplatz ist einfach zu weit. Den Normalpreis von 85 EUR fand ich doch recht happig, aber auch hier gibt es Sonderkonditionen und Firmenvergünstigungen.
Aber irgendwie habe ich dann doch Gefallen an einem Fitnessstudio gefunden und habe mich in den kommenden Wochen mal genauer umgesehen ….
FitnessFirst Falkenried:
Preis: irgendwo zwischen 45 und 85 EUR
Im FitnessFirst Falkenried in Eppendorf war ich schon im letzten Jahr mal zu einem Probetraining und eigentlich hat es mir auch echt gut gefallen. Doch dann kam der Sommer .. :) Dieses Mal war ich gleich zu einem Kombitraining bei FitnessFirst. Als Erstes habe ich mir die Cardio- und anschließend die Geräteecke angeschaut. Alles ganz nett, die Trainer waren hilfsbereit und ich war sehr zufrieden. Es gibt ausreichend Cardio-Geräte. Möglicherweise ist nicht immer der Wunsch-Stepper frei, aber zumindest Laufbänder, Rudergeräte und auch die Standard-Stepper sind eigentlich immer ohne Wartezeit zu bekommen. Die meisten Geräte sind nicht unbedingt taufrisch, aber auch nicht uralt. Anschließend habe ich dann noch das Boxworkout des Regina Halmich Boxcamps besucht. Das Ganze ist unterteilt in eine Aufwärmphase, in ein Zirkeltraining und zum Schluß folgt noch eine kurze Stretchingphase. Och ja, also ich muss sagen, wenn ich es mit meinem normalen Boxtraining vergleiche ist es einfach kein Vergleich.
Das Boxcamp ist halt immer das gleiche Zirkeltraining: Schattenboxen, Seilspringen, anschließend Meid- und Duckbewegungen unter einer Zauberschnur und dann folgen 2 Übungen am Sandsack. Trotzdem ist es anstregend, macht auf eine andere Art und Weise Spaß und für ein zusätzliches Training am Sonntag ist es auf jeden Fall eine super Sache!
Aber zum Fitnessstudio selbst kann ich sagen, dass es auf jeden Fall sehr nett war dort und ich schon danach überlegt habe mich dort anzumelden. Was mich davon dann abgehalten hat? Die Sauberkeit ließ doch ein bisschen zu wünschen übrig und das Eppendorfer Halbstarken Publikum war mir irgendwie zu strange.
Ein Wochenende drauf habe ich mir dann nochmal ein anderes Studio angeschaut …
Kaifu-Lodge:
Preis: 95 EUR
Für 95 EUR Monatsgebühr habe ich echt DAS Knaller Fitnessstudio erwartet. Eigentlich hab ich mir auf dem Weg dorthin schon überlegt, wie ich mir gegenüber den happigen Monatsbeitrag rechtfertigen kann, um gleich danach den Vertrag zu unterschreiben. Aber, so kann man sich irren :) Also, die Kaifu an sich kannte ich schon, weil ich dort mal zum squashen war. Die Squash-Courts und die Umkleiden sind im EG und im Keller untergebracht. Die Umkleiden sind wirklich geräumig, aber auch immer gerappelt voll. Ich fand es in der Kaifu alles sehr unpersönlich, unheimlich dreckig und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie man in diesem kleinen Kabäuschen trainieren kann ?! Über eine kleine Rampe im EG gelangt man in den Fitness- ,Cardio-, Geräte- und Kursbereich. Die Geräte stehen dicht an dicht und ich hatte wirklich Problem zum gewünschten Laufband zu gelangen ohne dabei mit anderen Trainierenden zusammenzustoßen – gruselig, wirklich mehr als beengt.
Die Kurse waren leider total überlaufen und die Klimaanlage war an diesem Wochenende kaputt. Also, ich war wirklich geschockt. Der Saunabereich ist so klein, dass er gar nicht als ein solcher zu erkennen ist und zum Schwimmen geht es dann nach draußen … Leider war auch das Personal extrem unfreundlich, so dass ich die Kaifu-Lodge höchstens wieder zur Fight Night oder einer der coolen Partys besuchen werde. Ansonsten war ich echt wirklich enttäuscht.
Danach war ich dann allerdings auch noch zu einem Probetraining in einem super Fitnessstudio …
MeridienSpa Eppendorf:
Preis: 85 EUR
Das MeridienSpa in Eppendorf (Das eigentlich in Eimsbüttel liegt) würde ich fast gar nicht zu den stinknormalen Fitnesstudios zählen, eigentlich ist das MeridienSpa mehr eine Wellness Oase auf höherem Niveau. Auf ein Probetraining musste ich zunächst 1 Woche warten, was ich schon ganz schön lange fand, andererseits habe ich dann beim ersten Tag auch verstanden, wieso :-) Im MeridienSpa wird man empfangen, wie in einer Hotellobby. Nach dem Einchecken wurde ich in die Umkleidekabinen geleitet. Wow, also im MerdienSpa merkt man auch wirklich wieso man 85 EUR im Monat zahlt. Der Umkleideraum war weder überfüllt, sehr sauber, gemütlich und hübsch eingerichtet.
Zum Probetraining wurde ich eine komplette Stunde von einem Fitnesstrainer über die Fläche geführt. Nachdem er kurz abgeklopft hatte, was meine Ziele sind haben wir einige spezielle Übungen gemeinsam durchgeführt. Anschließend war ich obligatorisch auf einem Laufband und habe mir dann auch noch die Kletterwand im Meridien angeschaut. Im Rahmen des Probetrainings konnte ich in Eppendorf leider nicht den Wellness-Bereich unter die Lupe nehmen. Schade, denn in Alstertal ist das ohne Probleme möglich.
Über das MerdienSpa in Eppendorf kann ich wirklich nur Positives berichten. Es ist sauber, stilvoll, die Trainer sind erfahren und gut ausgebildet. Das Publikum ist halt gewöhnungsbedürftig – etwas älter, gesetzter und mitten im Leben würde ich sagen. Also, nicht das ich mich unwohl gefühlt habe, ich hatte nur einfach das Gefühl, dass ich ins Meridien erst in ein paar Jahren gehöre :-)
Sooo, in allen diesen Studios habe ich mich nicht angemeldet. Wo also dann? …Am letzten Wochenende habe ich dann mal Nägel mit Köpfen gemacht und war zu einem letzten Probetraining.
Preis: Etwas undurchsichtiges Preismodell, ich zahle jetzt 50 EUR im Monat über eine Firmenvergünstigung
Das FitnessFirst in Eppendorf fand ich ja eigentlich auch gar nicht so verkehrt, allerdings hatte ich dann gesehen, dass es noch einen zweiten Standpunkt, gar nicht sooviel weiter weg gibt. Das FitnessFirst in der Kollaustraße liegt schon fast in Niendorf und ist bequem mit dem 5er Bus erreichbar.
Zum Probetraining war ich dort ebenfalls an einem Sonntag, so dass ich auch da mal beim BoxCamp mittrainieren konnte – der Trainer war übrigens der Gleiche :) Ansonsten, Das Studio war tiptop sauber, die Servicekräfte einfach nett und ich habe mich zum ersten Mal nicht beschnackt und zu einem Vertrag überredet gefühlt. Durch eine Firmenmitgliedschaft zahle ich nun 50 EUR und kann weltweit in allen FitnessFirst Clubs trainieren. Yeeehaaa !
Ich war nun schon mehrmals dort und die Geräte sind super in Ordnung, bis jetzt war es nie überfüllt, das Publikum ist bunt gemischt und auch die Kurse, die ich bis jetzt besucht habe waren echt gut gemacht. Neulich habe ich auch mal die Sauna getestet, die man im Bademantel über das Treppenhaus erreicht. Es gibt einen extra Damenbereich mit einer Sauna, einem Dampfbad und einem kleinen Ruhebereich und das Gute – ich war einfach komplett alleine :-)
Also, bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl ….
Mein Fazit:
Das ist natürlich jetzt alles nur meine persönliche Einschätzung.
Wenn ihr auch ein Fitnessstudio sucht schaut Euch doch auch ein bissl um, dann ist bestimmt auch für Euch etwas dabei. Viel Spaß und ran an den Speck (-:
Unterwegs No.9 – Heiße Ecke
Krank zu Hause liegen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken, aber so hab ich wenigstens mal Zeit auch ein paar Sachen zu verbloggen, das hat doch auch was für sich (-:
Zu Nikolaus habe ich 2 Karten für die “Heiße Ecke” geschenkt bekommen, was ich mir dann vor ca. 3 Wochen zusammen mit meinem Freund angeschaut habe. Die Nicht-Hamburger unter Euch haben davon bestimmt noch nichts gehört, oder? Die “Heiße Ecke” ist ein Musical mitten auf dem Kiez im Schmidts-Tivoli Theater.
An der Imbissbude “Heiße Ecke” trifft sich einfach ganz St.Pauli.
Mitten auf der Reeperbahn werden die typischen Kiez-Szenen gespielt: Die Jungesellenabschied feiernden Jungs Mikey, Frankie und Pitter, Manni der Zuhälter, ein altes Liebespaar namens Straube, Henning der Hehler, Wurstbraterin Hannelore von der Nachtschicht oder die Huren Sylvie, Martina und Nadja – alle diese Charaktere treffen sich in 24 Stunden an der “Heiße Ecke”. Das Stück an der fiktiven Currywurstbude spielt in einem statischen Bühnenbild und ist in 24 kleine Szenen unterteilt.
Vom Prinzip her eine coole Idee finde ich den Kiez einmal in einem Musical abzubilden, allerdings war ich von der Umsetzung nicht ganz so begeistert. Die Rollen waren doch sehr schabalonenhaft und die Witze alle mehr, als vorhersehbar. Mich hätte es nicht gestört, wenn die Charaktere doch etwas origineller gestaltet worden wären. Die Musikeinlagen waren zum Teil leider auch recht gewöhnungsbedürftig. Die Nummer “Reeperbahn”, die gleich zum Anfang und zum Ende hin gespielt wurde fand ich wirklich sehr cool. Bei allen anderen Nummern hatte ich aber doch echt Probleme zu verstehen, was eigentlich gesungen worden ist. Ob das nun an den Darstellern, dem Ton oder der Akustik lag kann ich leider nicht beurteilen. Die Musikeinlagen waren für mich ok, ganz solide gesungen aber leider ganz weit entfernt von umwerfend.
Was ich dafür umso beeindruckender fand ist, dass die 9-köpfige Besetzung in 50 verschiedenen Rollen spielt. Ich glaube es ist schon eine Kunst innerhalb von Minuten in einen komplett anderen Charakter zu schlüpfen und diesem Leben einzuhauchen.
Das Musical an sich macht wirklich einen sympatischen Eindruck und auch durch die Kulisse hat man gar nicht das Bedürfnis, dass wirklich alles perfekt sein muss. In der Kiez-Atmosphäre verzeiht man dann schonmal den ein- oder anderen Patzer … (-: Man darf einfach auf keinen Fall ein perfektes Musical erwarten. Im Vergleich mit anderen Musicals fällt die “Heiße Ecke” bei mir leider gnadenlos durch – als Hamburger, Neu-Hamburger oder Zugezogener sollte man das Stück auf jeden Fall mal gesehen habe.
Die Atmosphäre im Tivoli hat etwas Uriges: Im vorderen Bereich stehen viele Stühle und im hinteren Teil vermittelt das Theater ein wenig Zirkusfeeling. Auf abgerundeten Holzbänken sitzt man doch sehr eng und kuschelig an seinem Nachbarn, da hilft nur “Günther´s Gedeck” – mit Currywurst und Astra-Knolle.
Also, wie gesagt. Ich habe es jetzt einmal gesehen – und einmal reicht für mich auch eigentlich erstmal (-:
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Wie im echten Imbiss: An der “Heissen Ecke” bekommt man was für sein Geld. Reinschauen lohnt sich – und kleinere Mängel verzeiht man bei symphatischen Darstellern und kleinen Preisen gern.
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Unterwegs No.7 – Auge in Auge mit den Giganten.
Ich glaube von meiner Leidenschaft für Containerschiffen hatte ich schonmal ausgiebig berichtet?!
Wenn nicht: Ja, ich fahr total auf Containerschiffe ab (-:
Das Problem ist ja leider, dass man nicht wirklich nah an die großen Giganten herankommt, um mal einen genaueren Blick zu riskieren. Entweder geht man an der Elbe spazieren und schaut den Containerschiffen dabei zu, wie sie an einem vorbeibrausen oder man setzt sich in eine Barkasse und kann bis auf wenige Meter an einem Containerschiff vorbeischippern. Leider ist die Aussicht von unten nicht wirklich grandios und richtig viel sieht man so auch nicht.
Und jetzt kommt der Tip für Hamburger …. Jasper bietet eine Bustour an, die sich “Auge in Auge mit den Giganten” nennt. Die Tour kostet pro Person 28 EUR und kann schon im voraus online bestellt werden. Wenn ich sonst an Bustouren denke habe ich immer das Bild von Omis in eingewickelten Wolldecken vor den Augen, ein Sprecher, der sich selbst schon nicht mehr zuhören kann und Witze, die schon vor 10 Jahren ihren Witz verloren haben.
Ich habe die Karten für die Giganten-Tour letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen und war schon ein bisschen skeptisch, was uns erwarten wird auf der Tour ….
Am Sonntag ging es dann um 15 Uhr los. Der Bus startet direkt ‘Vorsetzen’ an den Landungsbrücken. Es macht auch wirklich Sinn sich schon vorher zu überlegen, wann man fahren will – der Bus war echt pickepackevoll und restlos ausgebucht. Bezahlt wird direkt vor Ort beim Busfahrer. Wir hatten super Plätze und pünktlich auf die Minute ging es dann auch los.
Von der Überseebrücke aus startet der Bus dann erst zum Nikolaifleet, durch die Speicherstadt und vorbei an alten Kampnagel-Kränen. In den ersten Minuten dachte ich nur “Verdammt,. wo sind die Containerschiffe ?! Die Speicherstadt und die HafenCity kenne ich doch schon …..” Aber hej! Die Infos und die Ecken der HafenCity, die man so mal sieht kannte ich auch noch nicht. Also war so selbst der Weg zum Hafen wirklich spannend …
Danach ein Blick aus knapp 60 Metern Höhe von der Köhlbrandbrücke über das riesige Areal des Hafens. Wahnsinn! Die Sonne geht langsam unter und am Horizont sieht man nur das Blinken der Kräne. Der moderne Hafen gewährt einen faszinierenden Blick hinter seine Kulissen: Ausgestattet mit einer Sondergenehmigung fährt man dann direkt auf die Container-Terminals. Durch die super Erklärungen der Tourenbegleiterin kenne ich nun alle Details zu Van-Carriern und Rahmenstapler auf dem Burchardkai. Hier war ich schon einfach hin und weg und total begeistert. Nach 1.5 Stunden haben wir dann eine Pause im internationalen Seemanns Club, dem Duckdalben eingelegt. Diese urige Stimmung muss man mal erlebt haben – zwischen Chinesen, Katzen und Telefonzellen (-: Aber wenn man sich vorstellt, dass die Seeleute wirklich nur diesen einen Club haben um mit ihren Familien zu telefonieren und zu chatten ist das Leben auf dem Ozean bestimmt kein Kindergeburtstag.
Nach Kaffee, Keksen und einer Runde kickern (Ich habe gewonnen !!! (-:) ging es weiter nach Altenwerder. Das Zusammenspiel der wie von Geisterhand gesteuerten fahrerlosen Transportplattformen und vollautomatisch arbeitenden Portalkräne ist wirklich beedinruckend. Alle Transportplattformen werden über Transponder im Boden gesteuert und man sieht wirklich nur noch ganz vereinzelt einige Hafenarbeiter, die winkend und grinsend auf den Containerschiffen stehen.
Ich glaube ich habe nun auch ein neues Lieblingscontainerschiff, die MOL Celebration von den Bahamas. Wo genau sie ist? Das seht ihr hier. Was ein geiles Ding :)
Alle Fragen, die ich mir sonst immer beim Spaziergang am Elbufer beim Anblick der dicken Pötte und gigantischen Containerbrücken gestellt habe konnten am Sonntag alle beantwortet werden . So hautnah erleben sonst nur Fachbesucher den Hafen.
Leider hat es am ein wenig genieselt, so dass die Fotos aus dem Bus nicht ganz optimal geworden sind.
Vielleicht nehme ich das auch als Ausrede, um zu rechtfertigen, dass ich die Tour auf jeden Fall nochmal machen muss :-(
Ansonsten, hat zufällig jemand von Euch ´ne Idee wie ich auf n Containerschiff raufkomme oder wo/wie ich am Besten ´nen Urlaub auf so einem Schiff plane?
Faszination Containerschiff.
Ich kann mich wirklich für viele Sachen begeistern: Sonne, Strand, Meer natürlich, Sport, ohh ja viel Sport, für Technik, für andere Länder andere Kulturen, eigentlich wirklich für unglaublich viel. Ich habe da aber noch eine Sache, für die ich mich total begeistern kann.
Vielleicht mag es für Euch ein bisschen absurd klingen aber: Ich steh total auf Cotainerschiffe! (-:
Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen, so dass ich ein Containerschiff zum ersten Mal 2006 gesehen habe, als ich nach Hamburg gezogen bin und dann eines Tages an der Elbe stand. Wahnsinn, wie dicht diese riesigen Pötte da an einem vorbeifahren. Nun bin ich schon eine Weile in Hamburg und ich muss sagen ich bin jedesmal wieder fasziniert, wenn ich im Hafen bin und die Containerschiffe an mir vorbeifahren …
Damit man nicht stundenland an den Landungsbrücken, in Wedel am “Willkomm Höft” oder direkt am Kreuzfahrtterminal stehen und warten muss gibt es einen super Service – das Hamburger Hafenradar. Auf einen Blick weiß man dann sofort, wo gerade die besten Containerschiffe vor Anker liegen.
Etwa 12.000 Seeschiffe laufen den Hamburger Hafen pro Jahr an. Mehr als 7.000 davon sind Containerschiffe.
Da lohnt es sich doch schonmal sich etwas genau er zu informieren, was genau hinter so einem Schiff steht. Hier mal ein paar Infos, die Wikipedia liefert:
Ein Containerschiff ist ein Schiffstyp, der für den Transport von ISO-Containern ausgelegt ist.
Zum Be- oder Entladen von 10.000 Tonnen Stückgut benötigt ein konventioneller Frachter 8 bis 10 Tage. Mit einem Containerschiff schafft man diese Menge in Europa in 2 Tagen bzw. in Häfen auf anderen Kontinenten in 3 bis 4 Tagen. Mit einem Containerschiff kann man also längere Reisen oder mehr Reisen pro Jahr schaffen. Sie sind somit wirtschaftlicher als herkömmliche Stückgutschiffe.
Die Frachtkapazität von Containerschiffen wird in TEU (Twenty-foot Equivalent Units) angegeben und entspricht der Anzahl von 20-Fuß-Containern, die geladen werden können. Üblich sind auch die größeren 40-Fuß-Container (gemessen in FEU wie Forty-foot Equivalent Unit), seit Mitte der 1990er ebenso 45-, 48- und 53-Fuß-Container sowie die seltener anzutreffenden 30-Fuß-Container.
In diesem Bereich unterscheidet man folgende Schiffsklassen:Feeder-Klasse bis 1.100 Containerstellplätze
- Sub-Panamax-Klasse unter 4.500 Containerstellplätzen,
- Panamax-Klasse mit bis zu 4.800 Containerstellplätzen,
- Postpanamax-Klasse mit mehr als 4.800 Containerstellplätzen,
- Superpanamax-Klasse mit mehr al 7.500 Containerstellplätzen und
- Malakkamax-Klasse mit bis zu 18.000 Containerstellplätzen
Eine wirklich beindruckende Zahl finde ich ja: Heutzutage werden rund 90 % der Stückgüter des Welthandels mit Containerschiffen transportiert.
Okay, ungern möchte ich Euch mit den vielen, kleinen spannenden Details langweilen (-: Wikipedia hat das wirklich alles sehr gut und für mich anschaulich erklärt. Wenn es Euch interessiert kann ich Euch auch das folgende Buch empfehlen. “Giganten der Meere – Die größten Containerschiffe der Welt” hat super viele Bilder und ist sehr verständlich geschrieben. Wer sich, wie ich einfach nur für Containerschiffe begeistern kann bekommt so einen ausführlichen Einblick in die Welt dieser gigantischen Schiffe.
Zusätzlich kann man auch mit dem Bus quer durch den Containerhafen und sich alles ganz genau anschauen. Ich habe eine solche Karte und werde berichten, wie es war. Freu mich schon (-:
Unterwegs No.6 – Tarzan
Zu Ostern habe ich Karten für “Tarzan” geschenkt bekommen! Am Sonntag um 19:00 Uhr ging es los!
Ich laufe jeden Tag mindestens 2x an der Flora vorbei und wenn man das Gebäude so nach seinem Äußeren beurteilt ist es schon ein ganz schöner Trauerklops – vor Allem abends, wenn sich Altonaers Biervölkchen auf den Stufen versammelt. Umso erstaunter war ich dann, dass es im Inneren eigentlich doch alles recht nett gemacht ist. Vielleicht lag es auch daran, dass es Sonntag war und deshalb auch nicht so überfüllt war.
Wir hatten Karten im Parkett links, Reihe 20. Kann ich sehr empfehlen!
Ein Drittel der Show spielt sich über den Köpchen der Zuschauer ab und ich hatte das Gefühl kein Detail verpasst zu haben und auch der Blick auf die Bühne war erste Sahne!
Die Geschichte:
Nach einem Schiffbruch vor der Küste Afrika wird der kleine Tarzan an den Strand gespült. Nach einem Leoparden Agriff muss er als Waisenjunge aufwachsen. Doch hat das Gorilla-Weibchen Kala gerade ihr eigenes Junge verloren und zieht Tarzan, wie Ihren eigenen Sohn in der Gorilla-Sippe groß.
Einige Jahre trifft Tarzan das allererste Mal auf andere Menschen. Eine Expeditionstruppe durchkämmt den Urwald und ist auf der Suche nach neuen Tier- und Pflanzenarten und möchte unbedingt einen Gorilla mit nach Hause bringen.
Dabei begegnet er Jane – seiner großen Liebe. Der fiese Expeditionsführer Clayton macht den beiden allerdings einen Strich durch die Rechnung und lockt Tarzan, Jane und die anderen Gorillas in einen fiesen Hinterhalt, in dem Kerchak erschossen wird.
Tarzans Plan mit nach England zu reisen geht deshalb leider irgendwie nicht mehr auf, weil er nun Kerchaks Platz einnehmen muss. Zum Glück überlegt es sich auch Jane dann nochmal anders und fährt nicht allein zurück nach England – sie bleibt bei Tarzan im Urwald.
Nun aber zur Show:
Die Spielzeit vom damals gecasteten Tarzan war ja abgelaufen – deshalb spielt den neuen Tarzan nun Alexander Klaws … Deutschland sucht den Superstar? Ihr erinnert Euch? Ich hab mir ja schon ein paar Gedanken gemacht, wie diese kleine Hühnerbrust mit der piepsigen Stimme einen Tarzan spielen soll ?! Tarzan ist für mich ja doch eher männlich, groß, muskolös mit Dreads. Aber hej! Ich würde ja fast behaupten, dass der Alexander doch einiges dafür getan hat. Hätte ich es nicht vorher gewusst wäre es mir wohl auch nicht aufgefallen, wer hinter dem Hauptdarsteller steckt. Ich war wirklich positiv überrascht.
Die Show an sich ist wirklich schön gemacht.
Die Bühne hat mehrere beweglichen Elemente, viele unterschiedliche Kulissen und der Clou ist, dass sich die Affen in der Hälfte ihrer Spielzeit über den Köpfen der Zuschauer befinden. Die Show dauert insgesamt 3 Stunden – mit einer Pause von 15 Minuten, sie ist bunt, aufregend und ulterhaltsam.
Mein Fazit:
Ich war wirklich positiv überrascht. Nach “Känig der Löwen” hatte ich meine Messlatte wirklich hoch gesetzt und hätte nicht daran gedacht, dass mich “Tarzan” annähernd so faszinieren kann. Aber man kann sich ja täuschen (-: Bis Dezember habt ihr noch Zeit – dann wird “Tarzan” durch “Sister Act” abeglöst. Ich würde also sagen – Worauf wartet ihr noch? Es lohnt sich!
Unterwegs No.5 – Miniatur Wunderland
Die weltgrößte Modelleisenbahn gibt es im Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt zu bestaunen. Wenn ihr überlegt Euch die Anlage auch mal anzuschauen nehmt auf jeden Fall viel Zeit mit und reserviert schon vorher Eure Tickets. Es gibt viel zu sehen!
Wenn ihr nicht selbst mit Euren Kindern unterwegs seit wartet auf jeden Fall, bis die Kleinen schon im Bett liegen ansonsten ist es unglaublich wuselig und laut an den verschiedenen Anlagen.
Im Moment gibt es 7 große Abschnitte im Miniatur Wunderland: Hamburg, den Harz, die Schweiz, Amerika, die Alpen, Skandinavien und Knuffingen. Am Besten gefallen hat mir natürlich Hamburg – von der Schweiz war ich allerdings auch sehr begeistert. Auf der ganzen Anlagen gibt es einen simulierten Tagesablauf, so dass sich auch die Lichtverhältnisse alle 15 Minuten komplett anpassen. Über die Anlage düsen jede Menge Modellautos, es werden Rettungswagen zu verschiedenen Unfällen geschickt, es raucht und brennt und auch Rettungshubschrauber sind schon unterwegs zu einem verunglückten Käserad-Laster.
Die Umsetzung der einzelnen Details ist einfach großartig und der Besucher hat mit über 200 Knöpfen sogar die Möglichkeit ein bisschen auf der Anlage ‘mitzuspielen’. In der Schweiz kann man sich kleine Schokoladentafeln drucken lassen, in der HSH Nordbank Arena schießt man das nächste Tor oder man startet den nächsten Bergwerkszug.
Um so länger man die einzelnen Abschnitte betrachtet, um so mehr Details fallen einem auf, wie etwa die ‘Wildpinkler’, die Landung der Aliens, das Liebespaar am Strand oder die Bergung einer Wasserleiche. Auch der Blick in die verschiedenen Zimmer ist echt witzig.
Ach ja, Züge gibt es dort auch … (-:
Mein Fazit:
Absolut sehenswert! Wer noch nicht da war sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Ich werde auf jeden Fall nochmal hingehen, wenn der neue Flugahafenabschnitt fertig ist!
Unterwegs No.4 – Deichstraße und Rathaus
Wenn ich so an die bekanntesten Ecken in Hamburg denk komme ich wohl als erstes an den Hafen, die Hafen City, den Kiez oder an die Speicherstadt, vielleicht die Innenstadt – aber in der Deichstraße war ich vor Kurzem das allererste Mal.
Die Deichstraße ist das letzte erhaltene Stück des ‘alten’ Hamburgs und nur ein paar Schritte vom Rathausmarkt entfernt. Die restaurierten Häuser der Deichstraße stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und liegen direkt am Nikolaifleet.
Die kleinen muggeligen Restaurants auf den Pontons am Wasser sind echt verdammt gemütlich!
Mein Fazit:
Wer im Sommer mal in der Nähe der Speicherstadt oder des Rathausmarktes ist sollte auf jeden Fall mal einen kurzen Abstecher durch die historische Fussgängerpassage machen.
Unterwegs No.3 – Cap San Diego
Die Cap San Diego ist das weltgrößte fahrtüchtige Museumsschiff! Und nachdem wir schon einige dutzend Mal am Schiff vorbeigelaufen sind wollten wir es dann auch endlich mal von innen sehen.
(Also er wollte es eigentlich von innen sehen und sie musste dann mit!)
Das Schiff liegt an der Überseebrücke am Hafen und ist immer von 10 – 18 Uhr geöffnet. Mit 7 Eur Eintritt vielleicht nicht gerade das Schnäppchen unter der Museumsschiffen aber der Besuch hat sich wirklich gelohnt.
Ich bin eigentlich nicht der große Fan von Schiffen, deren Innenleben und das Ganze dann auch noch verpackt als schwimmendes Museum. Auf der Cap San Diego war es allerdings anders! Da das Schiff noch fahrtüchtig ist hat man nicht das Gefühl durch eine komplett ausdekorierte Ausstellung zu gehen.
Alle Nase lang laufen ölverschmierte Schiffsmechaniker (so nenn ich sie nun einfach mal …) an einem vorbei, einer streicht gerade das Außengeländer neu und der nächste isst eine Käseklappstulle in seiner Kabine.
Man hat die Möglichkeit sich an 20 unterschiedlichen Stationen auf dem Schiff alles ganz genau von einem Audio-Guide erklären zu lassen. Möchte man das nicht, kann man sich auch so frei auf dem Schiff bewegen und sich alles ganz genau anschauen. Genau aus dem Grund haben wir uns auch ca. 1 Stunde im Maschinenraum aufgehalten – um auch wirklich ALLES ganz genau anzuschauen :-)
In den Luken 4 und 5 gibt es eine Dauerausstellung – “Ein Koffer voller Hoffnung”. Hier geht es um die Zeit des Aufbruchs – die Auswanderung aus Europa nach Amerika von 1834 – 1920.
Mein Fazit:
Die typischen Hamburger Seebären, die auch zu den normalen Museums-Öffnungszeiten auf dem Schiff arbeiten machen den Rundgang zu einem total urigen Erlebnis. Ein Besuch der Cap San Diego ist keinesfalls ein öder Museumsbesuch.
Ich kann´s jedem nur empfehlen!
Reebok Women´s Run
Nach dem Halbmarathon wollte ich mich noch mit einem Fun-Lauf belohnen :-) Also habe ich mich für den Women´s Run von Reebok entschieden. Typisch für den Lauf sind die rosa Funktionsshirts, dieses Jahr mit der Aufschrift “Favoritin”. Zur Auswahl standen die 5 bzw. 8km.
Mit einer Freundin zusammen haben ich mich dann für den 8km-Lauf angemeldet. Schon vorher hatte ich gelesen, wieviel Spaß der Lauf doch bringen soll. Ich war also echt gespannt.
Gestern war es dann soweit. Bei 37°C wollte ich irgendwie nich mit der Bahn zum Stadtpark fahren. Also hab ich mich aufs Bike geschwungen und dachte ich wüsste, wo es langgeht. Ich dachte es halt …. Anstatt die die nicht so schöne Straßenstrecke zu fahren wollte ich es schön haben und hab versucht mich durch Eimsbüttel und Winterhude zu navigieren.
Irgendwie hat mich mein Orientierungssinn mal wieder verlassen und anstatt 7 km, war ich dann mal eben 15 km unterwegs und schön völlig fertig, als ich am Stadtpark ankam.
Ich war trotz allem pünktlich um 12:00 Uhr bei der Startnummerausgabe und hab die “448″ bekommen.
Dann haben wir erstmal das Women´s Village erkundet. Dort waren einige Sponsorenstände aufgebaut und es gab einen eigenen Beauty-Bereich. Von der Massage bis hin zur Maniküre wurde dort alles geboten! Die Zeit bis zum Start konnte man sich also super vertreiben. Perfekt war natürlich auch, dass das Women´s Village direkt ans Stadtpark-Bad grenzte. Also hab ich mich gleich mal in meinen Bikini geworfen und konnte vor dem Start noch ein paar Bahnen schwimmen – naja eher planschen :)
Zum Start um 17:30 Uhr waren wir dann zu dritt. Vorher gab´s noch ein kleines Warm-Up und dann ging es auch schon vom Modellboot-Becken los auf die Strecke. Ich glaub mir sind die 8 Kilometer noch nie so unwahrscheinlich lang vorgekommen – aber bei den Temperaturen auch kein Wunder (-:
Das Beste am Lauf? Die Stimmung war einfach putzig.
Es war einfach eine sehr nette Stimmung mit diesen ganzen aufgescheuchten Hühner, die im Stadtpark rumwuselten. Es ist wirklich etwas anderes bei einem Lauf mitzulaufen, wo es ausschließlich um den Spaß an der Sache geht. Ob klein, groß, dick oder dünn, Mutter und Tochter oder die Walking-Truppe. Alle waren gestern vertreten und hatten einfach Spaß am Laufen.
Ich fand´s super und bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!












